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    Wiesenkräuter & Gräser:

    Wiesenkräuter und Gräser (im Folgenden kurz: Wiese) sind nicht nur das natürlichste Futtermittel für Kaninchen, sondern schonen auch den Geldbeutel.

    Idealerweise haben die Kaninchen unbeschränkt Zugang zum Garten und können so frei zwischen den Gräsern und Kräutern, wählen (selektieren). Wenn dies nicht möglich ist, z.B. bei Innenhaltung und reiner Gehegehaltung im Garten, sollte man so oft wie möglich selbst pflücken. Vor allem im Hochsommer, wenn es sehr heiß ist, ist es empfehlenswert, in der Morgenfrische oder Abenddämmerung zu sammeln damit die Kräuter länger frisch bleiben.

    Wiese muss, genauso wie anderes Frischfutter, in kleinen Portionen angefüttert werden. Dies gilt jedes Jahr im Frühling auf Neue!!! Daher empfiehlt es sich schon früh mit dem Sammeln zu beginnen, selbst wenn die Natur nur eine kleine Auswahl an frischen Kräutern und Gräsern anbietet. Mit steigender Auswahl werden die Kaninchen automatisch langsam an andere Pflanzen gewöhnt. Wenn die Kaninchen eine gesunde Verdauung haben, kann man mit einer Hand voll anfangen und die Menge dann innerhalb einer Woche auf ad libitum (unbegrenzt) steigern. 

    Wiese kann auf Wiesen/Feldern, Feldränder, Brachflächen, Kiesgruben, Waldlichtungen usw. gepflückt werden. Auch in Städten ist dies z.B. auf Spielplätzen, in Parks, älteren Friedhöfen oder Waldfriedhöfen, Hinterhöfen, bepflanzte Dachterrassen, unbebaute Grundstücke, Brachflächen und entlang von Bahngleisen (Achtung: Nicht direkt auf den Bahndämmen, dort wird gespritzt!) möglich. Am besten nicht direkt an Straßen sammeln, um Abgasschadstoffe nicht mit zu verfüttern!

    Frischen Löwenzahn kann man auch meist in türkischen Gemüseläden kaufen oder bestellen lassen (auch im Winter).

    Die gesammelten Pflanzen sollten möglichst frisch angeboten werden. Wenn man die Schale in den Schatten stellt, verwelken sie nicht so schnell.  

    Sollte man nur alle zwei Tage sammeln, so kann man die Portion für den nächsten Tag in Küchenrolle bzw. -tuch wickeln und im Kühlschrank-Gemüsefach oder im kühlen Keller aufbewahren. Ebenso kann man sie in Wasser einlagern und so vor dem verwelken schützen. Niemals Grünfutter gepresst lagern, immer schön luftig ausbreiten!

    Unbekannte Pflanzen sollte man fotografieren, pflücken und zu Hause in Ruhe bestimmen. So lernt man mit der Zeit automatisch die gesamte Flora im eigenen Sammel-Bereich kennen.

    Da sich nur die wenigsten mit Wiesengewächsen auskennen, möchten wir an dieser Stelle auf die Kaninchenwiese-Seite verlinken. Hier findet ihr eine Übersicht über die heimischen Pflanzen, die ihr füttern könnt.

    Achtung: Doldenblütler sind teilweise ausgezeichnete Futterpflanzen und teilweise hoch giftig. Bitte beachtet auch folgenden Link: Wilde Möhre oder Schierling?

      

    Fotoquelle: Kaninchenwiese.de

     

    Kräuter

    Kräuter sind für Kaninchen das Grundnahrungsmittel. Wenn keine Wiesenkräuter gefüttert werden können, dann sollte man auf Küchenkräuter zurückgreifen.

    Verfüttert werden können alle für den menschlichen Verzehr geeigneten Kräuter. Frische Kräuter kann man in Supermärkten, Gärtnereien, auf Wochenmärkten oder Gemüseläden kaufen.

    Kräuter sind sehr vitamin- und mineralienreich. Sie können ohne Probleme wenige Tage kühl gelagert werden. Gekaufte Kräuterbündel kann man im Wasserglas wie einen Blumenstrauß frisch stellen. Wir raten allerdings dazu, die Kräuter im Topf zu kaufen. Sie dekorieren nicht nur die Küchenfensterbank, sondern bieten auch noch den Vorteil, dass sie ganzjährig (bei richtiger Pflege) nachwachsen und man sie jederzeit frisch verfüttern kann. Aber Achtung: Die Kaninchen sollten keinen Zugang zum Fensterbrett haben, sonst bekommen die Kräuter keine Chance zu wachsen!

    Kaninchen brauchen eine breite Auswahl an Kräutern um gesund zu bleiben. Sie beherrschen als Kräuterfresser die Kunst sich die Kräuter in den richtigen Mengenverhältnissen zu Recht zu suchen und so ihre medizinische Wirkung zu nutzen.

    Nähere Informationen zur Selektion findet ihr auf Kaninchenwiese.de unter: Selektion von Giftpflanzen.

     

    © Cornelia Kanzler

     

    © Cornelia Kanzler

    Uschi beim Selektieren von Wiese

     

     Findus beim Selektieren von Wiese

     

    Kräuter unterstützen auch bei Krankheit bzw. können diese vorbeugen (Achtung: ersetzt NICHT den Tierarztbesuch!!!):

    Allgemeine Magen-Darm-Kräuter
    Dill, Pfefferminze, Melisse, Basilikum, Majoran, Salbei, Wermut, Liebstöckel, Lavendel, Brennnessel, Thymian, Bärenklau, Löwenzahn, Echte Kamille, Schafgarbe, Wegwarte

    Blähungs- & Magenüberladungs-Kräuter
    Dill, Pfefferminze, Melisse, Basilikum, Petersilie, Beifuss

    Durchfall-Kräuter
    Löwenzahn, Bärenklau, Schafgarbe, Salbei, Echte Kamille mit Blüten, Thymian, Pfefferminze, Gänsefingerkraut, Spitzwegerich, Rosmarin

    Harnwegs- & Nierenkräuter
    Schafgarbe, Schachtelhalm, Brennnesseln, Birkenblätter, Liebstöckel, Löwenzahn

    Kokzidien-Kräuter 
    Oregano (bzw. die veredelte Form Majoran), Thymian, Salbei

    Kräuter für die Atemwege
    Basilikum, Dill, Pfefferminze, Breitwegerich, Spitzwegerich, Thymian, Salbei, Malve, Kamille

    Kräuter fürs Immunsystem
    Kamille, Engelwurz, Ginseng, Arnika, Brennnessel, Oleander, Ringelblume, Liebstöckel, Thymian

    Appetitanregende Kräuter
    Dill, Basilikum, Bohnenkraut, Löwenzahn, Brennnessel, Spitzwegerich, Melisse, Breitwegerich, Beifuß

     

    Die gängigsten Küchenkräuter:

      Basilikum
      Bohnenkraut
      Dill

      Estragon

      Gartenkresse

      Kerbel

      Koriander
      Liebstöckel
      Majoran
      Melisse
      Minze
      Oregano
      Petersilie (glatt und kraus)
      Rosmarin
      Salbei
      Schnittlauch
      Thymian
    Fotoquelle Kräuter: Michael & Andreas Marker oHG

     

     

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