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    Allgemein
    Kaninchen sollten mindestens zweimal am Tag eine Portion Frischfutter bekommen. Die Menge ist immer individuell den Kaninchen und der Haltung anzupassen. Grundsätzlich sollte immer soviel angeboten werden, dass bei der nächsten Fütterung noch etwas übrig ist. Als Orientierungshilfe kann man 200g Frischfutter pro 1Kg Körpergewicht täglich rechnen.
    Wenn es die Natur anbietet, sollte der Hauptbestandteil aus Wiese bzw. Wiesenkräutern bestehen. Dies ist nicht nur das gesündestes Futter, sondern schont auch noch den Geldbeutel. Sollte dies nicht möglich sein bzw. im Winter wenn keine Wiese wächst, muss man auf Gemüse, Obst und Küchenkräuter zurückgreifen.
    Zusätzlich zum Frischfutter müssen weitere Futtermittel wie Heu, Laub/Blätter, Zweige und bei Bedarf getrocknete Kräuter ausreichend angeboten werden. Vor allem das Heu muss den Tieren 24 Stunden am Tag in ausreichender Menge und guter Qualität zur Verfügung stehen.
    Frisches Wasser muss ebenso rund um die Uhr in einem Napf angeboten werden. Nippeltränken zwingen das Kaninchen in einer unnatürlichen Haltung zu trinken wodurch es zu wenig Flüssigkeit aufnimmt. Der Napf sollte erhöht bzw. ein Stück von Einstreu/Erde entfernt stehen, so dass er nicht zu schnell verschmutzt wird.
    Die meisten handelsüblichen (Zwerg-)Kaninchenfutter sind leider schädlich für Kaninchen. Sie bestehen meist aus billigen Industrieabfällen, die stark verarbeitet und eingefärbt werden. Zusätzlich enthalten sie viele Zusatzstoffe, die den Kaninchen schaden können.
    Auch Pellets sind für die Kaninchenernährung ungeeignet, da sie im Magen aufquellen und so zu schwerwiegenden Verdauungsproblemen führen können.
    Inzwischen gibt es eine breite Auswahl an Online-Shops, die gesundes Trockenfutter für Kaninchen anbieten. Dieses besteht ausschließlich aus getrockneten Kräutern, Blättern und Blüten, ohne jegliche Zusatzstoffe. Bei erhöhtem Energiebedarf kann man Saaten & Getreide als Energiefutter anbieten.
    Getrocknetes Gemüse und Obst sind nur als Leckerlies geeignet, so dass sie keine fixen Bestandteile eines Trockenfutters darstellen sollen.
    Stroh kann als Einstreu verwendet werden. Es wird dann meist in kleineren Mengen geknabbert. Durch den hohen Ballaststoffgehalt ist dies für den Verdauungstrakt wichtig, auch wenn es nur einen sehr niedrigen Nährwert aufweist. Nebenbei dient es den Kaninchen als Beschäftigung.

     

     

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